ZUHAUSEAUFGABE

Anfang Auftreten.
Alle treten auf schwanken.

ein Geräusch ist fast unmerklich zu hören.

sobald Julian es hört geht er zum Mikro und spricht den Flugzeug-prologtext-in erotischer stimme. mit dem gang von julian sammeln sich alle auch vorne und lassen sich anschauen. sie müssen zusammen bleiben.

frieder beginnt noise zu produzieren. lisa. singt delay. flaschi.

der sturm. welche körperlichkeit ist es? für jeden einzelnen? Verrenken. rückwärtslaufen. springen. nicht auf ein bebildern hin, viel mehr aus dem gleichgeicht kommen.

noisy, no i see

judith beginnt zu sprechen. die richtung ist klar. profanieren des bisher intensiv erlebten.
also nach vorne. alle gehen mit. judith wird überholt nur lukas bleibt als trauriges mädchen zurück. judith “mein teuerstes publikum!” ich liebe dich, und du weißt nicht wer du bist, kannst mich noch nicht lieben, weil du noch herrausfinden willst wer du bist. aber du bist nur du. und ich nur ich. das ist das geheimnis.

justus trocknet ihm die augen.
er spricht ihn an. er spricht sie an.
er fordert auf sich zu setzen. die anderen setzen. das muss sein ziel sein.
und dann, wenn sie sitzen. dann wenn alle ihn hören, erzählt er dem publikum. das sie öfer versuchten ihn zu vertehen. seinen sinn ihm überzustülpen und ihn zu dem zu machen, was er ist: ein schauspieler. aber niemand sprah mit ihm über seine wirkung. wie kann das sein?

immer wieder schwanken. das ist möglich. und doch zuhören. reagieren keine kunst. und alle laut.

lisa ist dabei. die ganze zeit.

Lisa nimm nicht den in der ersten reihe. nimm den in der zweiten.

lukas überträgt, er infiziert, er bereitet vor, er steckt an. er ist krank. die krankheit heißt situationsbedingter werdenszusammenhang. theater. man kann es nicht erzählen, man muss es erleben

julian ist es der sich an nichts mehr erinnert. sein text fordert auf den kontext zu vergessen und ganz in der situation zu sein. an was erinnerst du dich, ist die frage, nach was kann es denn sein was dich berührt, doch nur, das ich hier spreche!

ein tugenbild war dein mutter und sie gab dich mir als tochter. prinzessin warst du….er ist der hunter. auf der suche nach dem richtigen geschöpf.

hä nein. ich bitte dich gib achtung. es muss um mehr gehen. um familie, um die kleinste einheit im staat. um die kleinste einheit dessen, wo begegnung verhindert wird, wo traditionen geschürt werden. verbote erteilt, tabus entstehen. bitte lieber zuschauer. hör dir das an. doch du hörst nicht. (katrin)

doch ich tus. ich tus tu es. ohne frage. ich bin da. es muss ja so sein. dass ich da bin. wo soll ich sonst sein. ich zeige es nicht ich verberge. die geschichte passiert nur wenn ich spreche. darf es passieren? darf es?

lukas ist ein armer Mann. ich bin ein armer mann. es ist ein wink: alle winken

warum brachten sie nicht zur stund uns um? ja mädchen gut gefragt. so große liebe trug das volk zu mir? eine österreicherin auf abwegen. oder zurück zur herrschaft

ach herschaft, was kann das denn sein. ich machte euch große not. das ist alles was ich erfuhr. aber das verlieh mir widerstehende kraft gegen dieses herschaftsmodell. weil du ein ort warst der mich erhielt, in dem er mir zeigte, dass es auf mich und auf keinen anderen ankommt. nicht im geschlossenen sinne, vielmehr wurde ich aus der beschäftigung mit mir unempfindlich für jedes staatsmännische/herschaftliche/repräsentative unterfangen.

wie gucke ich? wie kamen wir an land?

durch ausreden. durch suggestion. durch einbildung. durch glaube ans leben. oder gotteslenkung für den laien, oder den der es glauben mag.
ich verzog mich in literatur. theorie. um mehr zu erfahren. um befreiung zu produzieren, oder um noch total und vollkommener sein zu dürfen.

ja ok aber warum erregtet ihr den sturm? warum wollt ihr so total sein?

Hier lass dein fragen. dich schläfert. deine müdigkeit ist gut. ich bin bereit für den nächsten schritt. dir mein liebes publikum zu zeigen. das ich zaubern kann.

welch wunderwerk sich hier entfaltet.
ich kann plötzlich nicht mehr gehen. ich bin ein körperklaus. ein diener. (auch das hören.) was macht es das ich als diener in erscheinung treten soll. was macht das mit meinem körper, meinem hören? ich kann keinen geraden schritt mehr tun. vielleicht bin ich ein Tänzer? vielleicht nur für einen moment!

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