„Was bedeutet cobratheater.cobra für mich und was mache ich aktuell mit cobra?“

Im Kreis versammelt, am Schluss eines gemeinsam verbrachten Wochenendes, antworten anwesende Cobras auf die Frage „Was bedeutet cobratheater.cobra für mich und was mache ich aktuell mit cobra?“ – 25.09.16 Uferstudios Berlin

  • Eigeninitiative
  • Ein Haus, wo die Tür nicht abgeschlossen ist, man keine Hausschuhe anziehen oder Regeln befolgen muss und trotzdem immer nach Kaffee fragen kann
  • Raum und Menschen, um eigene Ideale auszuloten und Gleichgesinnte zu finden, die sich an den Strukturen und Hierarchien des Stadttheaters (des Theaters und wie es gerade läuft) kratzen
  • Ich will nicht in die Theater-Maschinerie rein. Cobra als Gegenposition zu klassischen Theaterinstitutionen/Häusern
  • Für mich ist die cobra sehr lang. Ich erfreue mich an ihrer Länge, ohne sie messen zu wollen
  • Cobra als Möglichkeit, Leute zu finden und zusammenzuarbeiten
  • Für mich ist cobra Freundschaft; Menschen, die mir sympathisch sind und mit denen ich gern zusammen arbeiten will
  • Cobra als der Wille zum Austausch, zur Begegnung und zur Kritik. Cobra als Un-Eile herauszufinden, wer und was cobra ist bzw. wer/was nicht. Das Diverse und die nicht selbstverständliche Außenwahrnehmung
  • Cobra als Bezugspunkt für ganz viel. Möglichkeit mich mit Dingen und Menschen beschäftigen zu können, ohne es gleich als Produkt für den komischen Kunstmarkt entwickeln zu müssen
  • Ich würde gern in Zukunft mehr Leute einladen in die Räume, die cobra öffnet, reinzugehen
  • Cobra als Insel, auf der sich verschiedene Leute treffen, die gut aussehen und man trifft sich dort und macht verschiedene Formate und geht wieder, macht mit anderen etwas anderes und kommt auf der Insel wieder zusammen und trifft dort vielleicht doch wieder Neue auf der Insel
  • Cobra ist für mich: „Ja, ruf doch mal an!“
  • Cobra ist das Haus, in dem ich ab und an zu Besuch bin und anderen, die zu Besuch sind, auch Kaffee anbiete und dann auch irgendwann mal wieder gehe. Manchmal habe ich Küchendienst und manchmal lese ich, währenddessen wer anderes backt
  • Cobra als Multifunktionswerkzeug, dessen gesammelte Funktionen ich noch nicht alle gut beherrsche
  • Cobra als Hausnummer, die ich mir gern in den Nebenjob aufschreibe; wo ich mich gern aufhalte, wenngleich ich das Gefühl habe, manche Türen seien noch verschlossen oder ich finde den Weg noch nicht gut
  • Nach diesem Wochenende würde ich sagen: Die Cobra ist noch nicht fertig. Und ich gehe dennoch jetzt gern und mit gute Gefühl nach Hause
  • Cobra als Familie, die ich mir nicht ausgesucht habe, aber mich entschied zu bleiben; wo ich Menschen treffe, mit denen ich mich auseinandersetzen muss.
  • Cobra als Möglichkeitsraum und Struktur, von der ich mich distanzieren und auch bewegen muss. Die Cobra produziert Kunst, die ich auch weiterhin sehen will
  • Cobra ist eine ganz schöne Möglichkeit zu sehen, was ihr alle macht
  • Cobra als Angebot, mich einzubringen und selbst zu entscheiden, wie viel ich mich einbringen will. Cobra als Plattform zu lernen und zu gucken, welche Denkansätze man hat
  • Cobra als Gesprächspartner mit Bereitschaft, gemeinsam zu experimentieren
  • Cobra als Relativierung. Cobra als Destabilisierung des eigenen Handelns, der eigenen Praxis. Um zu reflektieren, wie ich mich zu anderen verhalte, z. Bsp. in Bezug auf Kulturpolitik
  • Cobra als langsames Langes und langanhaltendes Gespräch. Ich verwirkliche im Namen der Cobra Projekte. Mein Wunsch ist es, dass die Cobra in Zukunft weniger bedeutet, dass ich Projekte darin mache, sondern der Austausch miteinander und mit anderen größer wird. Cobra-machen heißt, Sachen in Kommunikation miteinander bringen
  • Die Arbeit an einer neuen Vision von Arbeit
  • Der Versuch solidarisch miteinander zu sein und nicht aus dem Anstellungsbehältnis heraus oder von oben zum Handeln aufgefordert zu werden
  • Cobra tauscht Arbeitsinstrumente, ist Weiterbildungsort, stellt gegenseitig Dinge/Wissen zur Verfügung
  • Was ich gerade mit der Cobra mache: ich mach weiter
  • Die Cobra lädt sich gegenseitig ein
  • Cobra als Antwort auf die Frage, warum ich Theater mache und dass es noch was anderes gibt, als diese Theaterhäuser bzw. die Betrieblichkeit an Häusern
  • Cobra als Arbeitsfeld, das es mir ermöglicht, interdisziplinäre Projekte zu entwickeln und zu verwirklichen. Cobra findet zwischen den Disziplinen statt. Cobra sind konkrete Räume, in denen konkrete Menschen aufeinander treffen, die bestimmte Machträume (leider noch) nicht formulieren – nicht für sich und nicht nach außen
  • Als Cobra handeln bedeutet auch, den Moment der Cobrakritik in die eigene Inszenierung aufzugreifen und so zu handeln (Publikum einbinden)
  • Netzwerk, für das ich große Sympathie und Interesse habe. Es geht für mich hier darum, in anderen Formen von Theater zu arbeiten. Mein Kontakt zur Cobra beruht auf einzelnen Freunden, die ich z. Bsp. aus Hildesheim kenne
  • Für mich ist sehr schwer zu sagen, was cobratheater.cobra ist. Es sind immer ähnliche Fragen und die Fragen ändern sich kaum, was mir zeigt, dass ich mit der cobra altere. Ich denke immer, dass es noch krass viele Sachen gibt, die es zu tun gibt. Cobra ist für mich, dass ich damit gerade Geld verdiene (Doppelpass) und es für andere Menschen zugänglich machen will, dass sie auch was davon abkriegen

(Zitate zusammengetragen von Carolin Gerlach)

Dieser Beitrag wurde unter blog, cobrajournal.cobra abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *