Nicht tot gehen

Hi!

In meiner Funktion als Zuschauer, war ich neulich am Montag nicht nur der Zusch-pätkommer ( ich berichtete http://www.cobratheatercobra.com/day-four-tag-vier/) sondern auch der Nichtmehrreinkommer, der Draußenbleiber und im Nachhinein also der Nichtdabeigewesener. Ich wollte mir „Argelès-sur-Mer“beim Körperforum in der Gaußstraße anschauen, aber ich und 4 andere kamen nicht mehr rein, weil alle vorgesehenen Plätze belegt waren und Freiraum Fluchtweg ist.  Trotz dass ich also ermöglicht habe, dass alle Menschen nicht gestorben sind, fühlte ich mich kurz peinlich, weil die Doppeltür vor meiner Nase zugemacht wurde und ich aber gesehen hatte, dass Gesine gegenübersitzend ein schönes Kleid trug. Ich merkte auch, wie ich mich eigentlich gar nicht aufregte, sondern es einfach komisch fand, dass man keine 5 Stühle findet und eingeladen wird, dabei zu sein.  Ich hab mich nicht doll geärgert das Stück nicht zu sehen, denn es fand ja statt und ich habe einfach etwas anderes gemacht, aber mir fiel auf, dass andersherum man wohl automatisch privilegiert ist, wenn man drinne ist. Wie oft ich das schon war, royal. Da bin ich jetzt auch nicht die Erste, die aufmerkt, wo Theater nicht mehr für alle Menschen ist, aber Leute! ich habe es am eigenen Leibe erfahren, wo Mauern abgerissen werden, werden aus den Steinchen woanders wieder neue Mauern aufgebaut, es ist egal, wo.  Ich brauch auch kein Theater oder ein Theater für alle, ich oder alle brauchen ja nur dahingehn wo wir heute hingehn und wir gehen heute

 

 

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