es herrscht erklärungsbedarf auszuhalten

Beide, Internet und Unterbewusstsein, bergen eine nicht überschaubare Fülle ungefilterter Informationen verschiedener Qualitäten. Beide imaginieren wir als einen unbekannten Raum, der real und irreal zugleich ist. Beide wirken durch die Prinzipien von Spontanität, Zufälligkeit, chaotischer Ordnung und Selektion. Beide haben Einfluss über sich selbst hinaus. Zu Beiden haben wir die diffuse Empfindung, dass da irgendetwas strömt oder fließt, das immer da ist und sich nicht abschalten lässt. Neben diesen Parallelen fällt außerdem auf:  Und die Menschen schreiben sich vielfältig ins Internet ein, agieren dabei zwangsläufig unbewusst. Individuelle “Unbewusstheiten“ verschmelzen im Internet zu einem kollektiven Unterbewusstsein. Wir sind alltäglich verbunden mit den zwei Räumen, die wir aus Verlegenheit vor dem Nichtgewussten in und um uns herum so beschreiben. Lacan notierte über Unterbewusstsein: „Ich denke, wo ich nicht bin, also bin ich, wo ich nicht denke.“ …Wenn ich im Internet bin, denke ich selten bewusst. Also nicht. Also bin ich dort unbewusst unterbewusst. Also ist das Internet mindestens wie ein digitales Unterbewusstsein. (Diese Fußnote ist ein gedanklicher Hyperlink.)

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