cobratheater.cobra

Selbstdefinition

COBRATHEATER.COBRA

ist ein junges, vor allem in Hamburg, Hannover, Hildesheim und Berlin agierendes Netzwerk/Gruppe aus Künstler_innen verschiedener Sparten der darstellenden und bildenden Kunst. cobratheater.cobra hat über 40 Mitglieder_innen. Die cobra probiert ein selbstverwaltetes Künstler_innennetzwerk zu sein. Gemeinsam suchen wir in immer wieder neuen Zusammenhängen nach einer differenten Art Theaterprozesse, Gemeinschaft, Ästhetik und Interdisziplinarität zu entwickeln. So sind es auch Bildende Künstler_innen, Musiker_innen, Opernsänger_innen, Kulturwissenschaflter_innen und Autor_innen, die dem Netzwerk angehören. Das Besondere des Netzwerkes ist das Prinzip der Ansteckung: Wenn ein Mitglied von cobratheater.cobra ein Projekt erarbeitet, an dem auch “Nicht-Mitglieder_innen” beteiligt sind, so steht es jenen Nicht-Mitglieder_innen offen, nach diesem Projekt selbständig Projekte unter dem Namen cobratheater.cobra anzustiften. Einzige Bedingung: sie müssen vor der Veröffentlichung ein an dem Projekt unbeteiligtes Mitglied von cobratheater.cobra einladen, um sich seiner/ihrer Kritik auszusetzen, welche im Anschluss an die Veröffentlichung des Projektes ebenso von cobratheater.cobra veröffentlicht wird. So ensteht zum einen ein verbindlicher Austausch, zum anderen eine gemeinsame Suche aller cobratheater.cobra-Mitglieder_innen. Durch dieses Prinzip wächst der Zusammenhang stetig weiter und antizipiert so eine unkontrollierte sowohl ästhetische als auch inhaltliche Diversität. Das Netzwerk ist vom digitalen Denken inspiriert. Das Netzwerk fragt, wie Heterogenität zum Theater führt und in ihm erhalten bleiben kann. Die Cobra probiert in ihrer Struktur eine angewandte Heterotopie zu sein.

cobratheater.cobra geht es um Pluralität, Auseinandersetzung, Widersprüche und den Schritt ins Unbekannte und Unverstandene. Die Cobra kommt an kein Ende, sie ist immer auf dem Sprung.

Die Cobra fungiert als Klammer für die kommenden künstlerischen Arbeiten, für das, was getan werden muss. Wer einmal an einem Projekt unter diesem Label beteiligt war, kann eigene Projekte als cobra[…].cobra betiteln. Zentren der Produktionen sind aktuell Hildesheim und Hamburg.

In dem Netzwerk entstanden außerdem bereits Kurzfilme, Installationen und Videokunst. Die Mitglieder verteilen sich mittlerweile in den gesamten deutschsprachigen Raum.

Arbeitsweisen und Ästhetiken, derer sich die verschiedenen Gruppierungen namens cobratheater.cobra bedienen, sind nicht festgelegt und bewusst uneindeutig. Beispiele sind das popkulturelle Tanztheater von cobraanker.cobra oder experimentelle Opern von cobraoper.cobra. Eine Aufführung ist hier nicht in sich geschlossen, nur weil sie eine Aufführung ist. Sie verweist immer auf künftige Auseinandersetzungen. Das Publikum wird  dazu aufgefordert, die Aufführung(en) zu vervollständigen und die aufgeworfenen Fragen weiterzutragen. Dabei rückt der Anlass der Aufführung eines bestimmten Theaters in den Hintergrund. Vielmehr geht es stets darum wie sich eine Gemeinschaft konstituiert und wieder zerfällt. Welche Gemeinschaft wir im Theater vorfinden? In wie weit diese Gemeinschaft sich unseren Vorstellungen und Wünschen von Heterogenität entspricht? Dabei versucht die Cobra mit Hilfe „neuer Rituale“, „Transkulturalität“ und Diversität, sowie unabgeschlossenen „Produkten“ neue Anlässe zu erfinden, an dem sich ein Publikum auf differente Weise begegnen kann.  cobratheater.cobra braucht die Zuschauer_innen.

Kontakt

5 Antworten auf cobratheater.cobra

  1. lars sagt:

    ja, und worum geht’s?

    • wanja sagt:

      es geht um kommunikation, differenz und kritik

      • juliane hahn sagt:

        „Netzwerk ist letztlich ein poststrukturalistisches, also philosophisches Konzept, welches maßgeblich beeinflusst ist vom Begriff des Rhizoms, wie es von Gilles Deleuze und Félix Guattari eingeführt wurde. Es zielt darauf ab, kulturelle Prozesse in ihrer Komplexität. Es zielt darauf ab, kulturelle Prozesse in ihrer Komplexität und Rückkopplung zu analysieren. Mit dem Konzept der Performance teilt der Netzwerkbegriff das Anliegen einer radikalen Kritik an Präsenz, Intention und Ontologie und setzt an dessen Stelle die Idee einer kontinuierlichen Zitation, Wiederholung und Relationalität.“

        zitiert aus: Wolf-Dieter Ernst: Akteur-Netzwerke und Performance Analyse, in: Josef Bairlein, Christopher Balme, Jörg von Brincken, Wolf-Dieter Ernst, Meike Wagner (Hg,): Netzkulturen – kollektiv. Kreativ. Performativ, epodium, München 2011. S.57-80, hier S. 58

  2. lucy sagt:

    letztlich? was ist damit gemeint? ist das wort hier nicht obsolet?
    ist das konzept poststrukturalistisch oder philosophisch, oder ist damit gemeint das beides identisches ist und wenn ja, warum lässt man nicht ein adjektive weg?
    das konzept zielt darauf ab, kulturelle Prozesse in ihrer Komplexität und Rückkopplung zu analysieren? das heisst wie sie beschaffen oder konsruiert sind und was sie auslösen/wie sie rezipiert werden? kann man „kulturelle Prozesse“ hier etwas eingrenzen, da diese definition sich beinahe infinit anwenden lässt?

    etc etc etc
    es macht nicht viel sinn, merkst du was? es geht hier nur um deine selbstdarstellung.

  3. lucy sagt:

    ja ich mache tippfehler. busy living, but sry

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *