DIE COBRA DISTANZIERT SICH VON SICH SELBST

// Der Sturm. Hamburg den 08. März 2013//

Ich habe Hunger und muss mich selber einladen zu diesem Mahl.
Und noch ein mal (mehr) – Black Beauty- Jetzt + Jetzt.
Und Los.
In der U-Bahn eine junge Frau mit drei kleinen Kindern. Drei Mädchen. Eines davon noch ein Säugling, die anderen beiden mit rosa Haargummis und Glitzer-Dings-Bumms.
Die vier Quetschen sich neben mich in den Vierer. Die Mutter löst lässig ihre Brustwarze aus dem Mund der kleinsten die sie auf dem Arm trägt. Sie macht ihre Jacke zu, sie lächelt mich an.
Auch die Anderen lächeln mich an, sie suchen meinen Blick. Ich schaue kurz aus dem Fenster.
In der Spiegelung sehe ich wie sogar das kleine Baby-Mädchen mich anlächelt.
Niemand sagt etwas. Wir sitzen eng beieinander.1000 Gelegenheiten ein Gespräch anzufangen. Vielleicht viel zu viele Gelegenheiten, niemand entscheidet sich dazu.
Ein Lächeln, eine Erwartung – kein Wort.
Ein paar mal küssen sie sich gegenseitig, dann wird das Lächeln fast ein Lachen. Dann wieder zurecht rücken, bisschen Beine schaukeln lassen. Nix.
Ich würde gerne mit denen abhauen.
Und Los.

Musst nicht weinen, Kleines Ding,
Sprach der nette Schmetterling.
Sag schnell, wie sie aussieht,
dann findet sie sich.
Soooo groß, sprach das Äffchen.
Viel größer als ich. (Axel Scheffler + julia Donaldson.“Wo ist Mami ? “ ).

P.S.

Das mit dem Aussteigen ist doch längst durch. Gibts nur noch in der U-Bahn.
Altes rein-raus-spiel. Keine Ahnung.
Wir sitzen hier fest.

// von cobramarusha.cobra // www.cobratheatercobra.com//

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