„Stalker“ vorschlag:hammer

Mit Kristofer Gudmundsson, Lika Chkhutiashvil, Gesine Hohmann, Moritz Löwe, Lucas Magnus Peter, Sofia Pfau, Stephan Stock, Marie Mielbacher und anderen.

Ein bisher unbeachteter Mitarbeiter des Theaters kommt auf die Bühne und sagt: «Wisst ihr was, Leute? Man müsste hier eigentlich nur einmal mit dem Wasserwerfer durchgehen.» Dann tritt ein Anderer auf und sagt: «Ich arbeite hier gerne, aber das Produkt interessiert mich nicht.» Das hochorganisierte Schauspielhaus ist eine Zone mit eigenen unerklärlichen Gesetzen. Wir dringen als Stalker in die Zone ein, machen Beobachtungen, bergen Artefakte und entwickeln im Theater ein Stück über das Theater. Ein Abend über die Faszination der Sollbruchstelle der Gitarre und das Verhältnis von (K)uns(t) und Ar(bei)t. Ausgerechnet in Düsseldorf, wo jeder ein Künstler ist. Und der Theaterapparat produziert auch noch ungefragt ununterbrochen.
Ja, klar! Auch wir interessieren uns für Science-Fiction! Fiction aus der Wirklichkeit geformt. Wir stellen Behauptungen auf. Die Welt baut darauf, dass wir Sachen aufbauen. Illusionen herstellen und auflösen.

Was noch an dem Abend passieren könnte? Ein zehnminütiger Ausschnitt aus Kafkas Prozess in der Regie von Andrej Mogutschi. Josef K. zertrümmert den Flügel. Wir bauen ein Bild auf, wir machen das Licht an, wir bauen das Bild ab. Dieser Lichtmoment genügt. Das Bild wird beschienen und ermöglicht das Innehalten, das Anschauen. Die potentiellen Helden dieses Abends: die Mitarbeiter des Hauses, ihre Fertigkeiten und Begabungen, ihre Erzählungen und Bilder.
(vorschlag:hammer)

Gefördert im Fonds Doppelpass der Kulturstiftung des Bundes.

 

Trailer: STALKER

 

 

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