PRISMA

Das Kick-off Festival vom 29-1-2016 – 31-1-2016 @ Prater, Kastanienallee, die offizielle Eröffnung des

HAUS DER DIGITALEN JUGEND

Was könnte Zukunft alles sein – außer eine advanced version der Gegenwart? An den letzten drei Tagen im Januar findet die Eröffnung der Doppelpassresidenz von cobratheater.cobra am THEATER AN DER PARKAUE statt. Das erklärte Ziel dieser Residenz ist es, am Ende der zweijährigen Zusammenarbeit ein HAUS DER DIGITALEN JUGEND gebaut zu haben. Ein Haus im Sinne eines neuen Theaterhauses. Ein Haus im Sinne einer Insitution für ständige Veränderung, die mit den Mitteln des Theaters versucht, die Entwicklung von Gesellschaft so kritisch wie affirmativ zu bearbeiten. Ein Haus als Keimzelle, aus der Theater und Digitalität prinzipiell zusammen wuchern. Ein Laborhaus für neue Darstellungs- und Organisationsformen ästhetischer Prozesse, von neuen Theater- und Labertexten, von Aufführungen, Festivals und Internetzimmern.

Hierfür starten wir mit einem Fest, das keinen Anspruch auf Vollständigkeit hat, sondern einfach anfängt.

Unser Vorschlag ist Programm, Erklärungen zu den einzelnen Punkten finden sich weiter unten:

Freitag, 29.01.

18.00 Eröffnung „Haus der digitalen Jugend“ (#GroßesHallo #Feierlich #Schnittstelle #Kamelle)

ab 18.00 „Das Internetzimmer“ (#Performance #Installation)

19.00  „Digi Bee“ (#Theater #Klassenzimmer)

ab 20 Uhr „Silent Disco mit DJ Überraschungsgast“ (#PartyPartyParty)

21.00Bodybild“ (#Theater #Körper)

ab 22.00  „YourTube into the Future“ (#Installation #Zukunft)

22.00 „Ich würde gerne etwas mit dir anfangen“ (#Performance #Interaktiv #Diaabend)

 

Samstag, 30.01.

15.00 „Essen wie bei Insta“ (#Kochen #Diskurs #Leckerundschlau)

ab 16.00 „Das Internetzimmer“ (#Performance #Installation)

17.00 Jürgen Sieck: „Digitale Anwendungen für Museen und Konzerthäuser und ihre algorithmische Basis“ (#Lecture #Algorithmus)

17.30 Fabian Hemmert: „Mensch bleiben in der digitalen Welt“ (#Lecture #DigitalitätundAlltag) Im Anschluss gemeinsames Gespräch in deutscher Sprache

19.00Digi Bee“ (#Theater #Klassenzimmer)

ab 20.00 „Silent Disco mit DJ Stammgast“ (#Party #Unnormal)

21.00 Bodybild“ (#Theater #Körper)

ab 22.00  „YourTube into the Future“ (#Installation #Zukunft)

 

Sonntag, 31.01.

14.00 Lasse Marburg: „Game Jam“ (#Workshop #Spielentwicklung #MachinaEx #OffenFürAlle)

ab 16.00 Karen Ullrich und Maximilian Ilse: „Vom Bordstein bis zu Bergeshöhen“ (#Installation #NeuesDrama #Selbstgemacht)

16.00 Tatiana Bazzichelli: „Disruption between Art, Hacking and Whistleblowing“ (#Lecture #Hacking #Activism #Art?)

16.30 Stefan Greiner: „Translating Brains to Computers – a live brain-computer Interface“ (#Lecture #Cyborg) Im Anschluss gemeinsames Gespräch in englischer Sprache

18.00Der Fleischreport – Second Season“ (#NeuesTheater #Telenovela #Musical)

– Der sonntägliche Workshop kann von allen Interessierten ab 12 Jahren besucht werden. Gemeinsam wird ein analoges Game entwickelt, verbessert und gezockt. Anmeldung unter: besucherservice@parkaue.de –

Von und Mit: Hieu Hoang, Martin Grünheit, Olaf Nachtwey, Trang Tran Thu, Wanja van Suntum, Julian Francis Bisesi, Leonie Böhm, Anne Brammen, Kathrin Dworatzek, Judith Goldberg, Frieder Hepting, Lea Kissing, Lisa Knobe, Lila Krauß, Alexander Merbeth, Imke Paulick, Rabea Schubert, Maria Umbach, Lukas Vögler, Michael Vögler, Franziska Schneeberger, Stephan Stock, Corinna Sigmund, Bene Neustein, Laura Schuller, Jonas Tinius, Gesine Hohmann, Daniela Kaufmann, Frau Guzhou, K, Fabse Atze, Anne Luft, Eva Stöhr, Ilja Wehrenfennig, Irina-Simona Barca, Karola Marsch, Katrin Henschel, Lina Zehelein, Sarah Kramer, Sophia Weißer.

REGISTER

„Das Internetzimmer“ (#Performance #Installation) Licht aus, Screen an. Das Selbst löst sich auf und wird zu vielen Usern. Wieder einen anderen Account anlegen. Passwort vergessen, Mist. Der Körper vergilbt und hat so viel Lust auf Leben. Das Internetzimmer ein Ort zum ein und abtauchen, im Konflikt mit dem eigenen Dasein wieder und wieder auftauchen.

„Essen wie bei Insta“ (#Kochen #Workshop #Diskurs) Der Food-Stylist @zeboy, der bei Instagram zu finden ist, sucht die Konzepte für seine Kreationen in der Kunst: „Ich lasse mich in Museen inspirieren“ – Wir lassen uns im Theater von den Inszenierungen und Installationen des Festivals inspirieren und fragen uns anschließend, welches Gericht wir auf den Teller, der die Welt bedeutet, bringen. Eine Einführung in „Food Plating“, Theater machen,  Rituale updaten. Ein Workshop zum notwendigsten: Dem ESSEN.

„Ich würde gern  mit dir etwas Anfangen“ (#Performance #Interaktiv #Diaabend) In dieser interaktiven Performance begegnen sich zwei Systeme. PARKAUE (Oberspielleiterin Katrin Hentschel) und COBRATHEATER.COBRA (Mitbegründer Martin Grünheit). Mit Wein und Musik, Dias und Instagram, Novalis und Twitter, denken sie über das ANFANGEN nach. Wie Was und ob überhaupt etwas (gemeinsam) anfangen? Wie zu zweit, wie mit allen? Eine latent philosophische und offen performative Versuchsanordnung, nicht für oder gegen, sondern mit dem Publikum.

„Schnittstelle“ (#DIY) Während des Kalten Krieges wurden “Tote Briefkästen” für die anonyme Nachrichtenübergabe zwischen Spionen und Geheimdiensten genutzt. Heute nennen wir sie “Dead Drops” und transformieren somit die analogen Mauern des Praters zu digitalen Schnittstellen.

Hier können Nachbarn mit Passanten anonymes FILESHARING betreiben. Das Publikum kann vor oder nach der Aufführung geheime Botschaften für die nächste Spielplansitzung draufladen. Schüler*innen können ihre Referate und Studenten ihre Hausarbeiten drauf laden.

„Silent Disco“ (#Party #RealSocialPlastic) Ein Floor, drei Channels, die Crowd. Pure Gönnung. Nootropics steigern die Aufmerksamkeit, kein bloßes Tanzen, das “bessere” Sein? Bewegte Körper, selber Moment, anderer Rhythmus. Channel wechseln: ASMR! Brainwaves stimulieren. Hypnose aufm Dancefloor. Channel 1 DJ Überraschungsgast Channel 2 FABSE und GUTFRIED Channel 3 PRISMA WTF

„Vom Bordstein bis zu Bergeshöhn“ (#Präsentation #Installation #NeuesDrama)  Über die zweijährige Residenzzeit des Doppelpasses sammelt cobratheater.cobra gemeinsam mit dem THEATER AN DER PARKAUE Texte zum Thema Digitales, Zukunft, Theater. Ob Artikel aus dem Netz,  Kommentare aus Facebook, „große“ Theaterliteratur oder den Verlauf der Whatsappgruppe des Jugendclubs. Alles kommt bei uns in einen Algortihmus. Karin Ullrich und Maximilian Ilse haben einen Algorithmus entwickelt, der aus allem, was man ihn einlesen lässt, etwas neues schreibt. Immer wieder anders. Beim Prisma wird nicht nur erklärt, wie das alles funktioniert, sondern auch ausprobiert: #Instantly #contemporary . Jeder der Lust hat ist aufgefordert den Algortihmus zu füttern und auszuprobieren, ob ein Algortihmus die Gegenwart und Zukunft erschreiben kann.

„YourTube into the Future“ (#Installation #Zukunft) Chronologisch geht bei uns die Zeit voran. Nur schwer bis gar nicht kommen wir aus dieser Linearität hinaus. Zu selten ahnen wir, dass die Zukunft nicht vor, sondern eigentlich neben uns liegt. In dieser Installation gerät uns der Aufrechtegang abhanden, die Kategorien vor, zurück, zur Seite ins Abseits, die Cursertasten reagieren einfach nicht mehr auf deinen Fingerdruck. Diesmal liegt’s aber weder am Computer noch am Handy. Umso besser, denn jetzt sehen wir die Zukunft, ganz klar.

 

Weitere Infos unter: parkaue.de

Gefördert durch den Fonds Doppelpass der Kulturstiftung des Bundes

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