Als der Körper zum Feind wurde

Vielleicht kann ich immer nur von mir reden, obwohl ich mir sicher bin, dass alle verstehen, wenn ich sage ‹Pubertät›. Eine Zeit, in der das ICH das Wichtigste auf der Welt wird, in der bewusst erlebt und erlitten wird, wie sich die Umwelt an mir austobt und die Gesellschaft sich in das ICH einschreibt. ICH kann sich ändern und
auch ich habe ganz bewussten Einfluss darauf. ICH werde zur sozialen Formmasse – aber es herrscht Peinlichkeit. Die Anderen, und zwar ohne Ausnahme, erlebe ich als Tribunal, das immer und überall darüber wacht, wie ich mich gebe, wie ich aussehe und mich verhalte. Gleichzeitig sind da die Momente des Glücks, des Endlich-Aufgehoben-Seins im eigenen Körper. Eigene Denkarbeit, das Verstehen von Zusammenhängen. Die Erfahrung von nicht-familiärer Solidarität. Rausch, Gewalt.

von und mit: Stephan Stock und Wanja van Suntum // vorschlag:hammer und cobratheater.cobra

Coaching: Daniel Scheier und Martin Grünheit

Fotos: Sebastian Hoppe

Eine Koproduktion mit dem Schauspielhaus Düsseldorf sowie dem Jungen Schauspielhaus Düsseldorf

Gefördert im Fonds Doppelpass der Kulturstiftung des Bundes

Ausgezeichnet mit dem Publikumspreis HAU des 100° Berlin Festivals

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