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Der Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) ist ein Zukunftsversprechen und macht regelmäßig Schlagzeilen: Selbstfahrende Autos, medizinische Diagnose – die Technologie kann manche langwierige Arbeit schneller und zuverlässiger übernehmen. Aber auch Technologie kann nur, was sie gelernt hat, und wird damit zu einem Vergrößerungsglas der gesellschaftlichen Strukturen, die sie hervorbringt. Die Gefahr der Diskriminierung durch künstliche Intelligenz wurden in den letzten Jahren viel diskutiert, und dabei manchmal vergessen, dass der Ursprung dessen in der Gesellschaft selbst liegt. Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich das Kollektiv cobratheater.cobra mit der Erfindung und Erforschung einer antifaschistischen KI – und ist das nicht ein Widerspruch in sich, basiert die Funktionsweise der KI doch auf Kategorisierung, Unterscheidung und Selektion? Die Künstler:innen von cobratheater.cobra sind der Auffassung, dass es an der Zeit ist, das Versprechen KI auf die Probe zu stellen und es in den Dienst einer demokratischen Zivilgesellschaft zu stellen, die auf einem antifaschistischen Konsens gegründet wurde, vor dem Hintergrund der Barbarei. Basierend auf antifaschistischen Datensätzen aus Fotos, Texten und Videos errichtet cobratheater.cobra ein interaktives und theatrales Horrorkabinett deutscher Zustände, das von der KI mit Texten als auch audiovisuell bespielt wird. Das Projekt ist eine theatrale, audio-visuelle Installation, die dem Publikum die möglichen Potentiale der KI als antifaschistisches Tool zugänglich machen und dabei über die jüngere faschistische Geschichte und deren Gegenwärtigkeit Deutschlands aufklären möchte.

Foto: Alexander Merbeth

Da ein Live-Besuch der Installation pandemiebedingt nicht möglich sein wird, können Sie die Ausstellung mit einem lebendigen Avatar besuchen: Buchen Sie ein Zeitfenster und lassen Sie sich – gemeinsam mit bis zu vier anderen Zuschauer:innen – von einem der Künstler:innen eine interaktive Führung geben.


Gefördert im Sonderprogramm Autonom des Fonds Darstellenden Künste und durch die Behörde für Kultur und Medien Hamburg.